18.05.2026. Nehmen wir mit Knuspermüsli auch eine Menge Acrylamid auf? Schließlich bringt es einige Voraussetzungen mit, um eine potenzielle Acrylamidquelle zu sein. ÖKO TEST hat 38 Produkte getestet und erklärt, warum der krebserregende Schadstoff besonders in Knuspermüslis ein Problem sein kann.
Als schwedische Wissenschaftler 2002 zum ersten Mal auf das damals noch unbekannte Risiko durch Acrylamid in Lebensmitteln gestoßen sind, waren auch Cerealien bereits Thema. Schon damals gehörten sie zu den Lebensmitteln, in denen vergleichsweise hohe Konzentrationen gemessen wurden. Denn der Stoff, der sich im Tierversuch als krebserregend und inzwischen auch als erbgutschädigend erwiesen hat, entsteht vor allem beim Erhitzen kohlenhydratreicher Lebensmittel – wie eben Knuspermüsli, das für den Crunch geröstet wird.
Ganz ohne Acrylamid kommt kein Knuspermüsli im Test aus. Denn nicht nur das Erhitzen allein spielt eine Rolle bei der Acrylamidbildung. Der Stoff entsteht ab 120 Grad aus dem pflanzlichen Proteinbaustein Asparagin und reduzierenden Zuckern. Die für viele Knuspermüslis typischen Cluster entstehen vor allem, weil süßende Zutaten die Haferflocken zusammenkleben. Auch Zusätze wie getrocknete Früchte können Acrylamid enthalten.
Worauf Öko Test und andere Verbraucherschutzorganisationen schon lange warten, sind gesetzliche, also rechtlich bindende Grenzwerte, bei deren Überschreitung Produkte vom Markt genommen werden müssen. Eine Sprecherin der EU-Kommission bestätigt gegenüber Öko Test, dass das Thema aktuell diskutiert wird. Auch ob die bereits bestehenden Richtwerte abgesenkt und die Minimierungsmaßnahmen aktualisiert werden müssen, sei dabei Thema.
Zum Artikel und Test gelangen Sie hier: https://www.oekotest.de/essen-trinken/Acrylamid-in-Knuspermuesli-Warum-der-Stoff-besonders-hier-ein-Problem-sein-kann_16223_1.html.