Aufkleber auf Obst: abmachen oder dranlassen?

25.06.2026. Sie sind klein, bunt – und ziemlich hartnäckig: Aufkleber auf Äpfeln, Bananen, Gurken und Co. gehören heute fast selbstverständlich zum Einkauf. Doch müssen sie ab, wenn die Schalen in die Biotonne oder auf den Kompost wandern? ÖKO-TEST klärt auf.

Bei fast jedem Obst- oder Gemüseeinkauf im Supermarkt sind sie dabei: die kleinen, oft unscheinbaren Etiketten auf Obst wie Äpfeln, Avocados oder Bananen. Sie sollen Sorten, Herkunft oder Bio-Qualität kennzeichnen – und ersetzen oft sogar eine komplette Verpackung.

Doch während sie im Handel für Orientierung sorgen, landen sie zu Hause schnell im Müll oder bleiben beim Entsorgen hartnäckig an der Schale kleben. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher fragen sich deshalb: Wohin mit den Aufklebern? Sollte man sie vor dem Entsorgen mühsam entfernen? 

Die Mini-Etiketten überstehen sowohl Spülgänge als auch Feuchtigkeit und sind so konzipiert, dass sie auf glatten Obstschalen zuverlässig haften – manchmal sogar zu zuverlässig. Die Kleber bestehen meist aus dünnen Kunststofffolien und ihre Klebstoffe beruhen häufig auf synthetischen Polymeren. Biologisch abbaubar sind sie in der Regel nicht und gehören nicht in die Biotonne und nicht in den Kompost, weder daheim noch industriell. Hier sind die Gründe:

  • Nicht kompostierbar: Die meisten Sticker zerfallen nicht, sondern bleiben als Mikroplastik zurück. 

  • Störung in Sortier- und Kompostieranlagen: Landen sie im Müll, müssen sie aufwendig aus dem fertigen Kompost herausgesiebt werden. 

  • Verschlechterung der Kompostqualität: Kunststofffragmente können im Endprodukt landen. "Nicht abbaubare Aufkleber sind oft so klein, dass sie selbst nach dem Siebvorgang in der Kompostierung im Material verbleiben und den fertigen Kompost als Fremdstoff belasten", erklärt der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) gegenüber ÖKO-TEST.

Entsorgen Sie die Aufkleber also getrennt im Restmüll.

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