20.05.2026. Akkus für Balkonkraftwerke speichern Solarstrom und sind leicht zu bedienen. Der Test der Stiftung Warentest zeigt aber: Die Geräte haben deutliche Schwächen.
Ein Stromspeicher kann das Balkonkraftwerk sinnvoll ergänzen. Tagsüber sammelt die Anlage Sonnenstrom, abends zapft der Haushalt den Akku an. Ein guter Speicher sollte einen hohen Wirkungsgrad aufweisen, sicher sein und bei Hitze und Kälte zuverlässig funktionieren. Der beste Speicher im Test der Stiftung Warentest erfüllt diese Anforderungen.
Doch der Test offenbart auch Probleme. Drei der fünf getesteten Akkus bewerten wir mit der Gesamtnote Mangelhaft, weil sie zu viele elektromagnetische Störsignale aussenden. Das ist keine Kleinigkeit: Die Störungen können zum Beispiel bewirken, dass Fernseher flackern, Lautsprecher brummen oder WLan-Router ständig ihre Verbindung verlieren.
Alle fünf Speicher im Test lassen sich ohne Fachkenntnisse in Betrieb nehmen. Sie werden einfach per Schuko-Stecker an eine gewöhnliche Haushaltssteckdose angeschlossen. Das macht sie zur unkompliziertesten Möglichkeit, ein bestehendes Balkonkraftwerk nachzurüsten. Alternativ sind die Batterien auch im Set zusammen mit PV-Modulen erhältlich.
Die getesteten Speicher haben alle eine Kapazität von rund 2 Kilowattstunden (kWh). Das reicht, um etwa einen Kühlschrank eine Nacht lang zu betreiben oder mehrere Stunden lang Lampe, Laptop und Router zu versorgen. Allerdings zeigt der Test: Nicht alle Geräte liefern tatsächlich die versprochene Strommenge.
Unser Prüflabor ermittelte den Wirkungsgrad beim Laden und Entladen. Besonders aufschlussreich war die Messung der Reaktionsgeschwindigkeit: Die Tester simulierten typische Haushaltssituationen, in denen plötzlich ein stromhungriges Gerät eingeschaltet wird – etwa der Wasserkocher – und maßen, wie schnell der Speicher die benötigte Leistung stabil bereitstellt.
In der Klimakammer mussten die Akkus zeigen, ob sie bei eisiger Kälte (minus 20 Grad) und bei starker Hitze (55 Grad) funktionieren. Außerdem prüften wir ihre Wettertauglichkeit. Beim Starkregen-Test drang bei vier Geräten Wasser in die integrierten Steckdosen − obwohl sie für eine Außenaufstellung zugelassen sind.
Hier geht es zum Test: www.test.de/speicher-fuer-balkonkraftwerke-test-6278221-0/.