Ein Ladekabel für alles: USB-C wird Standard für Laptops

10.04.2026. Lange Zeit war der Laptop-Kauf auch mit der Sorge verbunden, das passende (und oft teure) Netzteil des Herstellers zu verlieren. Damit ist nun Schluss: Eine neue EU-Richtlinie vereinheitlicht die Ladetechnik und schont damit Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen.

Schluss mit dem Kabelsalat: Ab dem 28. April 2026 müssen nun auch alle neu in der EU verkauften Laptops über einen USB-C-Anschluss geladen werden können. Was für Smartphones schon seit Ende 2024 gilt, wird damit auf tragbare Computer ausgeweitet. Verbraucher profitieren doppelt: Wer ein neues Gerät kauft, kann vorhandene USB-C-Netzteile weiternutzen, was Kosten spart und Elektroschrott reduziert. Beim Kauf sollte man dennoch auf die Leistungsfähigkeit des vorhandenen Netzteils achten, damit der Laptop zügig lädt.

Das Gesetz zur Änderung des Funkanlagengesetzes setzt die im Jahr 2022 novellierte EU-Funkanlagen-Richtlinie in nationales Recht um. Die seinerzeitige Änderung der EU-Richtlinie, auf das das neue Bundesgesetz fußt, geht maßgeblich auf die Initiative Deutschlands zurück.

Im Jahr 2020 kauften Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU etwa 420 Millionen funkende elektronische Kleingeräte. Sie besaßen im Durchschnitt drei Ladegeräte, um diese Geräte aufzuladen. Zugleich berichteten 38 Prozent von ihnen, dass sie Probleme beim Laden ihrer Geräte hatten, weil sie kein kompatibles Ladegerät zur Hand hatten. Dem ist mit der Neuregelung nun Rechnung getragen. Weitere Infos unter: www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/einheitliches-usb-c-ladekabel-2416172.