Gebraucht online kaufen

04.05.2026. Viele gute Stücke von Privatpersonen findet man auf Wiederverkaufsplattformen. Die Preise sind oft sehr interessant, aber es besteht auch das Risiko, an Betrüger zu geraten. Ein neuer Account mit hochwertigen Fotos, die eher an eine Boutique als ein Zuhause erinnern, kann ein Warnsignal sein. Und Vorsicht ist geboten, denn die Plattformen sind lediglich Vermittler zwischen Verkäufer und Käufer. Verbraucherrechte wie das Widerrufsrecht greifen bei diesen Privatverkäufen nicht.

Einige Online-Verkaufsseiten sind auf hochwertige Second-Hand-Kleidung oder Elektronik spezialisiert. Die Plattformen, etwa aus Frankreich, Litauen oder Spanien, können verschiedene Rollen einnehmen und Produkte von Privatpersonen aufkaufen, um sie dann gewinnbringend weiterzuverkaufen. Oder aber sie stellen nur die Infrastruktur für den Verkauf zur Verfügung, Zahlungssystem inklusive. Als zahlungspflichtige Zusatzleistungen werden manchmal noch eine Produktprüfung oder Käuferschutz angeboten. In den Nutzungsbedingungen oder AGB finden Sie heraus, ob Sie bei der Plattform oder dem Vorbesitzer des Produkts kaufen. Und davon hängt ab, welche Verbraucherrechte Sie haben.

Andere Plattformen stehen ausschließlich gewerblichen Händlern offen. Auf solchen Online-Marktplätzen lassen sich die Angebote verschiedener Verkäufer vergleichen. Die Plattformen bieten sowohl Neu- als auch Gebrauchtwaren. Sie sind oft für den Versand der Ware zuständig und bieten Lösungen an, falls es zu Problemen kommt. Manche Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden sich für diesen Weg, weil ihre Verbraucherrechte hier greifen. Aber Achtung: Nur weil ein Marketplace eine Niederlassung in der EU hat, heißt das nicht, dass die Ware auch aus Europa kommt. 

Was Sie tun können, wenn der Käuferschutz scheitert, lesen Sie auf der Seite des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland: www.evz.de/aktuelles/pressemitteilungen/kaeuferschutz.