01.08.2026. Häufig werden sie beim Basteln mit den Enkelkindern verwendet – Klebestifte. Die Testergebnisse von ÖKO TEST zeigen hier viele tolle Produkte, aber auch Kleber mit krebserregendem Formaldehyd.
Formaldehyd hat nichts auf dem Tisch von Kindern verloren, die sich mit dem Gesicht über ihr Papier beugen, sich womöglich mit klebstoffverschmierten Händen die Augen reiben, die Nase putzen oder das Frühstücksbrot verspeisen. Und doch hat es das von ÖKO TEST beauftragte Labor in ein paar Klebestiften im Test nachgewiesen.
Zur Erklärung: Formaldehyd, das zur Gruppe der Konservierungsmittel gehört, kann schon in geringen Mengen Schleimhäute reizen oder Allergien auslösen. Außerdem gilt die unter Normalbedingungen flüchtige Substanz als krebserregend für den Menschen, wenn sie eingeatmet wird. Deshalb wird es streng bewertet. Kindergarten- und Schulkinder sind zwar nicht die einzige, vermutlich aber die wichtigste Zielgruppe von Klebestiften. Das sollten auch Hersteller bei ihren Rezepturen berücksichtigen.
Doch wie sind die in den Klebestiften nachgewiesenen Gehalte an Formaldehyd einzuschätzen? Da in der EU keine spezielle Regulierung für die Inhaltsstoffe von Klebestiften oder Bastelklebern existiert, hat sich ÖKO TEST an den Grenzwerten orientiert, die die EU-Spielzeugrichtlinie bezüglich „wasserbasierter Materialien für Spielzeug“ vorgibt, wenn diese für Kinder unter drei Jahren bestimmt sind.
Dabei stützen sie sich auf das Vorgehen des Landesuntersuchungsamts Rheinland-Pfalz. Das schreibt uns, diese Grenzwerte könnten dann herangezogen werden, wenn Klebestifte zum Beispiel nicht für Kinder unter 36 Monaten ausgeschlossen seien.
Weitere Informationen und die Testergebnisse zum Kauf erhalten Sie hier: www.oekotest.de/bauen-wohnen/klebestifte-im-test-krebserregendes-formaldehyd-gefunden_601357_1.html.