KI-generierte Bilder erkennen

06.03.2026. Mit KI-Bildgeneratoren, wie Dall-E, Stable Diffusion, Midjourney oder Flux, lassen sich basierend auf einer Texteingabe, dem sogenannten Prompt, und ggf. einem Referenzbild künstlich Bilder erzeugen, die teilweise nur schwer von echten Fotos unterscheidbar sind. Im Folgenden gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Ihnen einen Überblick über mögliche Hinweise auf KI-generierte Bilder, die Sie bei der Erkennung unterstützen.

  • Realismus: Überprüfen Sie, ob das Bild realistische Szenarien darstellt oder auf übertriebene, unwahrscheinliche Ereignisse setzt. Sehr extreme Darstellungen können ein Hinweis auf eine KI-Generierung sein, um Meinungsbildung zu betreiben.
     

  • Darstellung von Details: Achten Sie auf unscharfe Details oder fehlerhafte, komplexe Strukturen. Prüfen Sie, ob Schmuck und Accessoires verzerrt wirken oder unnatürliche Kanten aufweisen. Besonders im Hintergrund sind Details wie Bildschirme oft verschwommen oder nicht zusammenpassend. Generell kann ein übermäßig unscharfer Hintergrund ein Hinweis auf KI-Erzeugung sein.
     

  • Reflexionen und Schatten: Kontrollieren Sie, ob Lichtreflexionen und Schatten konsistent und physikalisch plausibel wirken. Unstimmigkeiten im Schattenwurf oder nur teilweise vorhandene Reflexionen deuten auf ein KI-generiertes Bild hin.

    Übergänge und Muster: Prüfen Sie Übergänge zwischen Mustern und Texturen (z. B. Stuck an der Decke, Verzierungen o.ä.) auf abrupt unterbrochene oder unnatürliche Verläufe. Solche Fehler treten oft bei komplexen Texturen auf. Insbesondere wenn ein Objekt ein anderes Objekt überdeckt, passt die Fortführung im Hintergrund nicht immer zusammen.

  • Physikalische Phänomene: Vergewissern Sie sich, dass Objekte korrekt positioniert sind – etwa, dass sie nicht in der Luft schweben, Wasser nach unten fließt etc. 
     

  • Proportionen und Geometrie: Achten Sie auf natürliche Größenverhältnisse und korrekte Geometrie im Bild. Unnatürliche Proportionen (z.B. Körperformen, Extremitäten etc.) oder verzerrte Formen können starke Indikatoren für eine KI-Erzeugung sein.
     

  • Fluchtpunkt: KI-generierte Bilder verraten sich manchmal durch falsche Perspektiven. Linien, die in der Realität parallel „nach hinten“ (nicht parallel zum oberen und unteren Bildrand) verlaufen (z.B. bei Tischkanten, Bodenfliesen, Straßen etc.), sollten sich bei gedachter Verlängerung in genau einem Punkt – dem Fluchtpunkt – am Horizont schneiden. Bei KI-Bildern ist die Perspektive manchmal unnatürlich oder uneinheitlich und die gedachten Linien schneiden sich in unterschiedlichen Punkten.
     

  • Hände: Überprüfen Sie die Anzahl der Finger, deren Proportionen und Anordnung. Fehler bei der Darstellung von Händen sind ein klassisches Merkmal KI-generierter Bilder.
     

  • Gesichter: Analysieren Sie Gesichter auf unnatürliche Symmetrie oder fehlerhafte Details bei Augen, Ohren, Haaransatz und Zähnen.
     

  • Texte: Manche KI-Bildgeneratoren haben Schwierigkeiten, Text korrekt darzustellen.  Kontrollieren Sie, ob Texte auf Schildern oder anderen Objekten korrekt und schlüssig dargestellt werden. Rechtschreibfehler und unstimmige Proportionen können ebenso wie unscharfe Buchstaben oder inkonsistente Farben auf KI-Erzeugung hindeuten.

Zum gesamten Artikel inklusive Empfehlungen für den Umgang mit KI-generierten Bildern, gelangen Sie hier:
www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Technologien_sicher_gestalten/Kuenstliche-Intelligenz/KI-Bilderkennung/ki-bilderkennung.html.