16.05.2026. Ihr pflegebedürftiger Angehöriger soll aus dem Krankenhaus entlassen werden, ist aber noch nicht fit genug für zu Hause? In so einem Fall kommt häufig eine Kurzzeitpflege in Frage. Nur: Was tun, wenn es keine Plätze gibt? Der Ratgeber „Pflege & Geld“ der Apothekenumschau berichtet.
Kurzzeitpflege ist vielerorts Mangelware. Seit 2021 gibt es für diese Lage unter bestimmten Voraussetzungen eine Alternative: Ihr Angehöriger kann gegebenenfalls im Rahmen der sogenannten Übergangspflege für weitere bis zu zehn Tage in der Klinik bleiben, sofern diese das befürwortet.
"Man muss sagen: Es ist eine Notlösung", erklärte mir Sibylle Kraus, die sich bei der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen mit dem Thema Übergangspflege beschäftigt. Die Leistung sei an enge Voraussetzungen gebunden. Dazu zählt unter anderem der Nachweis, dass es derzeit keine freien Kurzzeitpflegeplätze im Umkreis gibt. Auch "bietet bisher nur ein Bruchteil der Krankenhäuser Übergangspflege an", beobachtet Kraus. "Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein." Die Sozialarbeiterin rät Betroffenen und Angehörigen, sich bei einem Krankenhausaufenthalt frühzeitig an den Sozialdienst zu wenden, um zu klären, wie es nach der Behandlung weitergeht.