Wasser: Auf was sollten Sie achten.

24.04.2026. Mineralwasser, Quellwasser, Tafelwasser, Heilwasser: Im Getränkeregal gibt es eine große Auswahl. Oder doch einfach Leitungswasser? Worauf man bei der Wahl des Wassers achten sollte. Die Apotheken Umschau berichtet.

Wasser gilt als der ideale Durstlöscher – doch im Supermarkt soll es oft gleich noch mehr können: besonders rein sein, viele Mineralstoffe liefern oder einen gesundheitlichen Extra-Nutzen haben. Für gesunde Erwachsene gilt vor allem: regelmäßig genug trinken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt dafür rund 1,5 Liter pro Tag als Orientierungswert – am besten in Form von Wasser oder anderen kalorienfreien Getränken. Wer viel schwitzt, etwa im Sommer oder beim Sport, braucht entsprechend mehr.

Dabei ist Leitungswasser in Deutschland meist eine sehr gute Option: Es wird regelmäßig auf Keime, Schadstoffe und andere unerwünschte Stoffe überprüft und muss hohe Anforderungen an Hygiene und Sicherheit einhalten. Außerdem spart es Verpackungsmüll und Transportwege. Auch bei den Mineralstoffen hat abgefülltes Wasser nicht automatisch die Nase vorn – je nach Region kann Leitungswasser ebenfalls relevante Mengen an Calcium oder Magnesium enthalten.

 

Welche Wassersorten gibt es? 

Grundsätzlich unterscheidet man beim Wasser vier Sorten: natürliches Mineralwasser, Quellwasser, Tafelwasser und Heilwasser.

Die Unterschiede betreffen vor allem Herkunft, amtliche Anerkennung und Zusammensetzung – nicht die grundsätzliche hygienische Sicherheit: Auch abgefülltes Wasser muss die gesetzlichen Hygieneanforderungen erfüllen. In Deutschland wird dabei unter anderem auf Keime, chemische Verunreinigungen und die Einhaltung mikrobiologischer Grenzwerte kontrolliert.

Daniela Krehl, stellvertretende Leiterin des Referats für Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Bayern, erklärt die Unterschiede:

  • Natürliches Mineralwasser stammt aus unterirdischen Quellen und muss am Quellort abgefüllt werden. Es wird genau untersucht, welche Mineralstoffe im Wasser sind – die Zusammensetzung schwankt nur ganz leicht im natürlichen Rahmen.

  • Quellwasser kommt ebenfalls aus einer unterirdischen Quelle. Quellwasser muss aber – im Gegensatz zu natürlichem Mineralwasser – nicht amtlich anerkannt und besonders geprüft werden.

  • Tafelwasser ist meist eine Mischung aus Trinkwasser, Mineralwasser und gegebenenfalls zugesetzten Mineralstoffen oder Kohlensäure und wird nicht an einer einzigen Quelle, sondern in unterschiedlichen Abfüllbetrieben abgefüllt.

  • Heilwasser gilt rechtlich als Arzneimittel und wird wegen bestimmter Inhaltsstoffe therapeutisch eingesetzt. „Es sollte daher eher gezielt und nicht wie normales Trinkwasser konsumiert werden“, so Krehl.

Welches Wasser sich für wen eignet und ob Sie Wasser lieber im Glas oder der PET-Flasche kaufen sollten, erfahren Sie im Artikel: www.apotheken-umschau.de/gesund-bleiben/ernaehrung/wasser-mineralwasser-leitungswasser-oder-heilwasser-1513081.html.