Wie die Zukunft des gesunden Alterns aussehen kann

Besser und länger altern – das wünschen sich wohl die meisten Menschen. Aber wie kann das in Zukunft gelingen? Im Podcast ‘Ne Dosis Wissen der Apotheken Umschau erklärt Prof. Dr. Björn Schumacher, Leiter des Instituts für Genomstabilität in Alterung und Erkrankung an der Universität Köln und Präsident der Deutschen Gesellschaft für DNA-Reparatur, wie das gelingen kann. Das Gespräch wurde auf dem Festival der Zukunft in München live aufgezeichnet.

Professor Schumacher, wir müssen zuerst einmal die Definition von Altern klären – das ist ja nicht das Gleiche wie alt sein?

Björn Schumacher: Genau, das ist eine ganz wichtige Unterscheidung. Denn viele Menschen gehen davon aus, altern – das mache ich, wenn ich alt bin. Aber das ist gar nicht der Fall, sondern wir altern unser ganzes Leben lang. Das geht ganz früh los, schon vor unserer Geburt. Und es zieht sich unser ganzes Leben lang hindurch.

Was einem schnell in den Sinn kommt, wenn es ums Altern geht, ist dieses knallige Wort: Longevity. Aber es gibt noch einen anderen Begriff, der ebenfalls verwendet wird, die Geroprotektion. Was genau bedeutet das und wo ist der Unterschied?

Schumacher: Geroprotektion heißt vor dem Alter schützen. Und das ist eigentlich wissenschaftlich das, was wir wollen. Denn Altern bedeutet die Abnahme von Funktion und die Zunahme von Risiken für Krankheiten. Und was wir ja wollen, ist Gesundheit in das Alter bringen. Und deswegen brauchen wir einen Schutz vor diesen Krankheiten des Alterns, das ist die Geroprotektion. Longevity ist ein Begriff, der vielleicht motivierend ist, auch für jüngere Menschen, sich darüber Gedanken zu machen, wie lebe ich eigentlich und wie will ich leben, wenn ich alt bin? Denn Altern hat auch viel mit Lifestyle zu tun.

Und da sind wir ja schon bei der Frage, wie kann ich gut altern? Was wissen wir, macht jetzt schon Sinn?

Schumacher: Wenn man lange altern möchte, wissen wir: Es gibt Dinge, die sollte man lassen und einige andere, die sollten wir tun. Lassen sollten wir, was uns schadet. Und da steht ganz, ganz oben als Nummer eins das Rauchen. Unbedingt aufhören, am besten nie anfangen. Gerade unter jungen Menschen und Jugendlichen haben wir den Trend, dass das Rauchen – Vaping gehört dazu – wieder zunimmt. Auch wenn Sie weitere Themen haben, wie starkes Übergewicht, Bluthochdruck, etwas, was wirklich chronisch ungesund ist, fragen Sie Ihren Hausarzt, was kann ich machen? Wo kann ich auch Unterstützung bekommen?

Und was müssen wir auf jeden Fall tun?

Schumacher: Da steht wirklich der Lebensstil im Mittelpunkt, denn da können Sie wirklich viel tun. Und es gibt zwei Interventionen, die am besten funktionieren. Die erste ist die allerunpopulärste, die kalorische Restriktion – also weniger Kalorien zu sich nehmen. Hält sich niemand dran, weil Diät halten so schwer ist. Wir wissen seit 100 Jahren, dass das Vorteile hat, macht trotzdem keiner.

Weiteren Tipps und das gesamte Interview finden Sie auf der Seite der Apotheken Umschau: www.apotheken-umschau.de/gesund-bleiben/fit-im-alter/gesund-altern-welche-strategien-ein-altersforscher-empfiehlt-1550669.html.