31.12.2025. Im Jahr 2024 machte ein Unfall Schlagzeilen. Ein Mann mit Typ-1-Diabetes hatte beim Autofahren eine starke Unterzuckerung erlitten und war so verwirrt, dass er auf dem Heimweg vom Büro an seinem Haus vorbeifuhr und einen Unfall verursachte. Die Apotheken Umschau klärt über Risiken und Mythen auf.
„Durch die Berichterstattung über solche Unfälle denken viele, besonders Nichtbetroffene, Autofahren mit Diabetes sei gefährlich“, sagt Diabetologe Dr. Wolfgang Wagener. Das sei jedoch nicht so. „Das Unfallrisiko ist mit Diabetes nur leicht erhöht.“ Es liegt etwa 1,15-fach höher als in der Allgemeinbevölkerung, so die Leitlinie „Diabetes und Straßenverkehr“
Wie oft Unterzuckerungen am Steuer tatsächlich vorkommen, lässt sich schwer sagen. Welche Krankheit oder Beeinträchtigung Menschen haben, die in einen Unfall verwickelt wurden, wird in Deutschland nicht systematisch ausgewertet. Hinzu kommt: Es gibt keinen festen Grenzwert für Unterzuckerungen. „Manche fühlen sich mit einem Blutzucker von 50 mg/dl (2,8 mmol/l) noch in der Lage, ein Auto zu fahren, andere sind mit einem doppelt so hohen Wert schon zittrig“, so Wagener. Ein Risiko, unterzuckert in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden, bleibt leider immer. Hier geht es zum Interview: https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/diabetes/alltag/autofahren-sicher-unterwegs-trotz-diabetes-982953.html.