16.02.2026. Die Betreuung von Enkelkindern kann laut einer neuen Studie den kognitiven Abbau bei älteren Menschen verlangsamen. Eine Gruppe profitiert demnach besonders – die Apotheken Umschau berichtet.
Spielen, Basteln, Geschichten vorlesen – Zeit mit den Enkeln zu verbringen, kann offenbar echtes Training fürs Gehirn sein. Eine neue Studie zeigt: Großeltern, die sich regelmäßig um die Kleinsten kümmern, schneiden bei kognitiven Tests besser ab als jene, die dies nicht tun.
Forscher der Universität Tilburg hatten untersucht, ob Babysitten von Enkelkindern einen Einfluss auf die geistige Leistungsfähigkeit älterer Menschen hat. Dafür werteten sie Daten von 2887 Großeltern im Durchschnittsalter von 67 Jahren aus, die an einer großen Längsschnittstudie zum Altern teilgenommen hatten.
Zwischen 2016 und 2022 füllten die Großeltern dreimal Fragebögen aus und absolvierten standardisierte kognitive Tests. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fragten unter anderem, ob die Teilnehmenden im vergangenen Jahr Enkelkinder betreut hatten – und wenn ja, wie oft und in welcher Form. Die Palette reichte von Übernachtungsbetreuung über das Pflegen kranker Enkelkinder, gemeinsames Spielen, Hausaufgabenhilfe und Freizeitaktivitäten bis hin zum Kochen oder Fahrdiensten zur Schule.
Das Ergebnis: Großeltern, die sich um ihre Enkel kümmerten, erzielten bessere Werte bei Gedächtnistests und im Hinblick auf sprachliche Fähigkeiten. Dabei wurde auch deutlich, dass es kaum eine Rolle spielte, wie häufig oder in welcher Form die Betreuung stattfand. Und: Besonders deutlich war der Effekt demnach bei Großmüttern zu beobachten. Sie wiesen im Verlauf der Studie einen geringeren Rückgang ihrer kognitiven Fähigkeiten auf als Großmütter ohne aktive Enkelbetreuung.
Die Forschenden vermuten, dass die geistige Anregung, soziale Interaktion und emotionale Bindung im Umgang mit Enkelkindern wie ein Schutzschild gegen den altersbedingten, kognitiven Abbau wirken könnten.