Rückenschonend Schneeschippen

31.01.2026. Für viele ist das Schneeschippen derzeit die erste Pflicht des Tages. Im Rücken kann das durchaus wehtun. Wie man die Gesundheit schont und wer nicht schippen sollte empfiehlt die Apotheken Umschau.

Morgens herrscht bei vielem Menschen Zeitnot. Kommt dann noch Pflicht zum Schneeschippen dazu, wird es stressig. Also sich das Überwerfen von Winterjacke und Schal sparen und im dünnen Shirt nach draußen stürmen? Keine gute Idee. Beim Schneeschippen sollte die Rückenmuskulatur nämlich warm eingepackt und vollständig bedeckt sein, rät die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Ebenso wichtig: Wer die Schaufel schwingt, sollte sich vorab aufgewärmt haben, also Rücken, Schultern und Arme etwas in Bewegung gebracht haben.

Denn Schippen bedeutet eine starke Belastung für den Rücken. Ein „Kaltstart“ kann gerade untrainierte Muskeln verletzen – etwa wenn wir uns ruckartig bewegen, falsch drehen oder besonders schwere Schneelasten heben. Wer Pech hat, kann sich eine Zerrung, Wirbelblockierung oder gar einen Hexenschuss zuziehen.

Schieben statt heben lautet das Motto

Generell gilt: „Schieben statt heben“ ist das beste Motto. Und wenn man den Schnee am Ende doch auf den Haufen bugsieren muss? Dann kommt es auf die richtige Haltung an: Der Oberkörper bleibt beim Heben gerade, die Knie sind leicht gebeugt, rät die DGOU.

Sinnvoll ist auch, immer mal wieder den aktiven Arm zu wechseln. Diesen Tipp gibt die Aktion Gesunder Rücken (AGR), um eine einseitige Belastung von Bandscheiben und Muskulatur zu vermeiden.

Bonus: eine ergonomische Schippe nutzen. Beim Kauf kann man laut AGR darauf achten, dass das Gerät leicht ist und eine aufrechte Arbeitshaltung möglich macht. Die Seitenwände der Schippe sind am besten angewinkelt, sodass der Schnee nicht seitlich herunterrutschen kann.

Wer die Schneeschaufel anderen in die Hand drücken darf

Einige Menschen dürfen das Schneeschippen allerdings guten Gewissens anderen überlassen. Zum Beispiel alle, die in den vergangenen drei Monaten an der Wirbelsäule operiert worden sind, so die DGOU.

Auch Herzpatientinnen und -patienten sollten im Idealfall nicht selbst zur Schippe greifen, lautet der Rat der Deutschen Herzstiftung. Wer diese Aufgabe keiner anderen Person übertragen kann, sollte Pausen einlegen und darauf achten, den Körper nicht zu überlasten.