Was den Schlaf raubt

Verschiedene Faktoren wirken sich negativ auf den Schlaf aus. Dazu gehören:

  • Lärm und laute Geräusche
  • Helles Licht
  • Wärme oder Kälte
  • Anregende oder alkoholische Getränke
  • Ungewohnte späte und üppige Mahlzeiten
  • Stress und Unruhe 
  • Unregelmäßige Lebensweise

 

Lärm

In einer lauten Umgebung schläft man schlechter ein und wacht zwischendurch häufiger wieder auf. Tiefschlaf- und Traumphasen sind verkürzt, der Schlaf ist weniger erholsam. Besonders belastend sind Verkehrslärm und Lärm aus der Nachbarschaft.

Daneben können andere Geräusche wie Musik oder ein laufender Fernseher im Nebenzimmer, ein brummender Kühlschrank oder ein schnarchender Partner den Schlaf behindern.

Die Empfindlichkeit für Lärm ist von verschiedenen Gegebenheiten abhängig. Dazu gehören die Art und Dauer des Geräuschs, die Situation, die Tageszeit und die individuelle Einstellung.

 

Licht

Zu helles Licht lässt sich auch von den geschlossenen Augenlidern nicht ganz ausblenden. Es führt zu einem flacheren Schlaf und stört die Erholungsphasen.

Die Produktion des schlaffördernden Hormons Melatonin wird durch Licht gehemmt, Dunkelheit wirkt dagegen fördernd.

Licht wirkt aktivierend und kann die Müdigkeit vertreiben. Vor allem Tageslicht, aber auch künstliche Beleuchtung und das Licht von PC, Tablet und Smartphone halten länger wach. 

 

Wärme und Kälte

Ein zu warmes oder zu kaltes Schlafzimmer behindert den Schlaf. Als ideal werden ca. 16 bis 18 Grad Celsius angesehen.

Eine kühlere Temperatur kann die Schlafbereitschaft unterstützen. Wenn abends die Körpertemperatur absinkt, wird man müde.

Kalte Füße stören das schlaffördernde Absinken der Körpertemperatur und fühlen sich unangenehm an. Daher sind sie ausgesprochen hinderlich beim Einschlafen.

 

Getränke und Speisen

Wer am Nachmittag Kaffee, schwarzen oder grünen Tee und andere koffeinhaltige Getränke zu sich nimmt, kann möglicherweise schlechter einschlafen. Auch Nikotin wirkt anregend.

Später am Abend reichhaltig zu essen, kann ebenfalls wach halten - vor allem, wenn man es nicht gewohnt ist.

Der Genuss von Alkohol kurz vor dem Schlafengehen kann dagegen das Einschlafen fördern, führt aber zu einem unruhigeren Schlaf und beeinträchtigt das Durchschlafen.

 

Stress und Unruhe

Fehlt ein ruhiger Tagesausklang, um Körper und Geist nach den Aktivitäten des Tages auf die Nacht vorzubereiten, findet man oftmals schwerer in den Schlaf.

Wer angespannt und gestresst ist und nicht gut abschalten kann, hat Mühe, einzuschlafen. Eine unruhige, unaufgeräumte Umgebung kann ebenfalls den Schlaf verscheuchen. Das gilt auch bei einem unbequemen Bett.

 

Unregelmäßige Lebensweise

Fehlende Tagesstrukturen und häufig wechselnde Schlafenszeiten können die innere Uhr durcheinander bringen und zu Problemen beim Ein- und Durchschlafen führen.

Die innere Uhr steuert unseren Tag-Nacht-Rhythmus, der etwa 24 Stunden umfasst. Sie ist u. a. abhängig von Licht und Dunkelheit sowie Melatonin und anderen Hormonen.